Heute haben wir nach der Kita eine kurze Biege über den Spielplatz gemacht.
Man muss wissen, dass dieser Platz eher etwas anspruchsvoller ist, als die, die ich so kenne.
Um zu rutschen, muss man schon hochklettern. Aber natürlich nicht eine herkömmliche Leiter, sondern an einem gespannten Netz oder über größere, quergelegte Holzpfosten.
Oder, um in ein kleines Holzhäuschen zu kommen, muss man erst eine Leiter hochklettern, um dann auf einer Hängebrücke zu dem Häuschen zu gelangen. Dort wird man dann belohnt, dass nicht nur ein Häuschen zum Bespielen bereitsteht, sondern gleich drei – ein Dorf quasi.
Es gibt auch noch andere Spielgeräte, die mir als Mutter mitunter den Atem rauben können.
Und dann gibt es auch noch diese eine andere Rutsche.
Ein Planer hat sich wohl gedacht, dass man es den Kleinen nicht so einfach machen sollte und hat kurzer Hand eine Rutsche entworfen, die nur an zwei Seiten über eine Kletterwand zugänglich ist.
Nicht wirklich hoch, aber für kleine Kinder ist es doch ganz schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, sich an den Vorsprüngen festzuhalten, hochzuziehen und dann auch noch oben anzukommen.
Und diese Rutsche wird von meiner Kleinen schon längere Zeit sehnsüchtig beäugt, aber aufgrund einer gesunden Selbsteinschätzung meist links liegen gelassen.
Tja, bis heute, da hat sie wohl der Ergeiz gepackt. Sie wollte hier Rutschen, jawohl …
Unser Mäuschen hat ihr bestes gegeben, aber es wollte einfach nicht gelingen.
Mein Mutterherz brannte mittlerweile lichterloh, als ich ihre Bemühungen sah. Und was habe ich gemacht?
„Maus, soll ich Dich hochheben?“
Was glaubt Ihr wohl, wie es weiter ging? Natürlich wollte sie und das gaaaaaaaaaanz oft – nicht aber mein Rücken – aua.
Denn einfach mal so hochheben is’ nich’, dazu bin ich zu klein. Es war also ein fröhlicher Mix aus hochheben und hochschieben. Wer uns beobachtet hat, hatte bestimmt seine helle Freude dabei.
Aber, ich wäre nicht die Taubenhaucherin, wenn ich nicht ganz viel daher schreibe würde, ehe ich auf den eigentlichen Kerns meines Posts komme. In einem Satz etwa …
Als meine Tochter das erste mal oben heil angekommen war, kamen folgende Worte über Ihre Lippen.
„Geht doch“
Kurz, knapp und eher so nebenbei, versteht sich. Ich schwankte so zwischen lachen und ungläubigem Gesichtsausdruck.
Das ist doch Motivation à la Kindermund, oder? Obwohl ich ihr sagte, dass der Papi sie beim nächsten Spielplatzbesuch 23 mal hochheben wird, weil der stärker ist.
Mein persönliches Fazit:
Ich mag diese Rutsche nicht!
Und irgendwie erinnert mich dieser Spielplatz an den Zoo.
Da müssen die Tiere auch immer, um an ihr Fressen zu kommen, irgendwelche Herausforderungen bewältigen – aber das ist eine andere Geschichte …
