Take My Heart
Meinen Blog habe ich in letzter Zeit wirklich, wirklich sträflich vernachlässigt, aber ich kann mich einfach nicht aufraffen, etwas sinnvolles zu schreiben
Damit sich hier aber mal wieder etwas tut, quasi ein kleines Lebenszeichen, gibt es mal wieder Musik.
Was sonst? Fällt dem Maler nichts ein, nimmt er gelb und die Taubenhaucherin eben Musik …
Seit gestern dudelt den ganzen Abend dieses kleine Liedchen. Einst
war es eines meiner Lieblingslieder, dann plötzlich entschwand es meinem Kopf. Einfach vergessen …
Ja … bis gestern, da habe ich es zufällig in der U-Bahn mitgehört …
Nun ist es wieder da … in meinem Kopf … äh hier … bei Euch … vielleicht … oder auch nicht … egal …
Girlie Mucke … ich weiß …
Susan Boyle – Britain’s Got Talent
Woran erinnert mich das bloß?
Die gleichen Blicke … die gleiche Skepsis … und wahrscheinlich auch die gleichen Gedanken …
Und dann ist es wieder passiert!
Aus einer auf den ersten Blick eher unscheinbaren und nicht mehr ganz jungen Frau ertönt eine Stimme, die die Jury, das Publikum und mich gleich mit von den Füßen reißt.
Susan Boyle ist die Gewinnerin der dritten Staffel von Britain’s Got Talent und singt hier bei ihrem ersten Auftritt I Dreamed a Dream aus dem Musical Les Misérables.
Lest ruhig mal, was Wikipedia über sie zu erzählen weiß.
American Boy
Und gleich noch ein toller Song, den kann ich wohl noch in 100 Jahren hören, ohne dass er mich nervt …
Estelle feat. Kanye West
La, la, la … ich will das gar nicht hören … la, la, la
Ich gehöre zugegebenermaßen eher zu den ruhigen und zurückhaltenden Menschen, die auch nicht so schnell Anschluss finden. Auf Parties will ich nie im Mittelpunkt stehen und halte mich da bewusst im Hintergrund – gerne auch mal schweigend und beobachtend.
Aber, Freunde, warum klappt das nicht bei anderen Anlässen, z.B. beim Friseur?
Ich hasse es, wenn ich mich beim Haareschneiden unterhalten muss. Ich finde es extrem lästig, ich bekomme fast immer schlechte Laune davon. Und das steht in krassem Widerspruch, denn eigentlich liebe ich es, wenn man mir die Haare schneidet, oder selbige wäscht.
Beim Haarewaschen beschränkt sich die Konservation ja, Gott sei Dank, nur auf „Ist das Wasser so gut“ oder „Alles in Ordnung“ und natürlich „Normale oder pflegende Wäsche“. Das geht gerade noch so, denn hier wird in der Regel eigentlich nur ein kurzes Ja oder Nein erwartet.
Aber wehe, du kommst zurück an deinen Platz, dann geht es erst richtig los.
Nun, ich bin gut erzogen, und antworte auch brav. Aber fällt denen denn nicht auf, dass ich es sehr einsilbig mache, höflich, aber einsilbig. Und das ich nie, ich betone, nie von allein weiter rede?
Nein, aber weil wir uns so toll unterhalten haben, werden eben noch ganz schnell die Pflegeprodukte vorgestellt, die meine Haare unbedingt nötig haben. Und, oh Wunder, im Angebot sind. Ich lehne dann höflich ab, aber die Produkte werden trotzdem vor mir aufgebaut. Ich könnte ja meine Meinung während des Schnitts ändern …
Ich hasse es …
Oder, warum bekomme ich, wenn ich nur ganz harmlos an der Bushaltestelle nach der Uhrzeit gefragt habe, im Anschluss die ganze Lebens-, oder sollte ich Leidensgeschichte sagen, erzählt.
Das will ich nicht wissen. ICH WILL ES NICHT!
Aber nein, mir wird ein Übermaß an Informationen entgegengeschleudert, dass ich nur noch Fluchtgedanken habe.
Und hier ein ganz wichtiger Tipp. Beim Einsteigen in den Bus darauf achten, dass die zutrauliche Labertasche zuerst einsteigt und sich hinsetzt. So könnt Ihr an ihr vorbeiziehen und Euch gaaaaaaanz weit hinten in den Bus setzten.
Bei der älteren Generation ist auch die Flucht auf das Oberdeck denkbar ![]()
Ach ja, und ganz wichtig, keinen Augenkontakt halten. Das ist reine Überlebensstrategie, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Also, seit gewarnt, das Leben da draußen ist hart … und gesprächig …
Und jetzt gibt’s noch ‘was auf die Ohren, meine Lieben!
Die Ärzte mit Dinge von denen
Chan Chan
Zwischendurch auch mal wieder ein wenig Musik in die Ohren meiner geneigten Leserschaft einzuträufeln, das tue ich doch gerne.
Ace of Base