Ich bin mir sicher, dass fast jeder den Film Rosemaries Baby kennt. Die Vorlage war der Weltbestseller von Ira Levin.
Ein Klassiker der Horrorliteratur, einmalig durch Roman Polanski mit Mia Farrow in der Hauptrolle verfilmt. Ein Film der nachhaltigen Eindruck hinterlässt, so ging es mir zumindest. Ich sehe ihn mir immer wieder gern an, wenn er wiederholt wird.
Das Buch Rosemaries Baby habe ich natürlich auch gelesen. Es hat mich genauso gefesselt wie der Film, den ich bereits vor dem Buch gesehen habe.
Ich bevorzuge es eigentlich, die Bücher zuerst zu lesen. Da hat die Phantasie noch leichtes Spiel. Man muss auch betonen, dass in der Regel die Verfilmung dem Buch nicht gerecht wird.
Paradebeispiel ist Die Unendliche Geschichte von Michael Ende, nur mal am Rande erwähnt.
Mir persönlich macht dann das nachträgliche Lesen des Buches nicht mehr so viel Spaß. Oft muss ich mich durch das Buch quälen, selbst wenn es gut ist, was mich wiederum ärgert.
Ich möchte ein Buch entdecken und nicht im Hinterkopf die Handlung kennen. Vom Film hingegen lasse ich mich gern berieseln und freue mich mitunter über ein Wiedererkennen. Also ist für mich die bessere Wahl, erst das Buch, dann der Film.
In diesem Fall hat es sich aber nun “verkehrt” herum ergeben. Und ich wurde nicht enttäuscht, weder vom Film, noch vom Buch. Beide sind schlicht und ergreifend Meisterstücke.
Und genauso, wie ich mir beim Bekanntheitsgrad von Rosemaries Baby sicher bin, so bin ich mir auch sicher, dass die wenigsten wissen, dass es eine Fortsetzung davon gibt.
30 Jahre nach Rosemaries Baby, also 1997, hat Ira Levin den Fortsetzungsroman Rosemary’s Sohn geschrieben.
Und dieses Buch habe ich natürlich auch gelesen. Ich war ganz begeistert, als ich es seinerzeit zufällig gesehen und gekauft habe.
Die Geschmäcker gehen beim Erstlingswerk und der Fortsetzung sehr auseinander. Während das Buch und der Film Rosemaries Baby durchweg sehr gute Kritiken bekam, ist Rosemarys Sohn offenbar durchgefallen, wie ich aus einigen Rezensionen entnehmen konnte. Von langweilig, ohne Tiefe bis hin zur Ohrfeige für den Leser, der bis zum Schluss durchgehalten hat, war da zu lesen. Hm …
Auch gab es 1976 einen Film unter dem Namen Look What’s Happened to Rosemary’s Baby, bei dem Sam O’Steen Regie fürte. Meines Erachtens nach gibt es nur die englischsprachige Originalfassung. Wie schon am Erscheinungsjahr zu erkennen ist, hat der Film nichts mit dem Fortsetzungsroman zu tun. Auch ähnelt die Handlung, wie sie in Wikipedia beschrieben wird, nicht dem Buch von Ira Levin. Vermutlich war er an der Filmvorlage nicht beteiligt, dass ist aber nur meine Annahme. Da ich den Film selber nicht gesehen habe, kann ich auch keine persönliche Einschätzung dazu abgeben.
Das Buch Rosemarys Sohn hingegen habe ich gelesen. Und ich kann mich in keinster Weise den schlechten Kritiken anschließen. Mich hat das Buch überzeugt. Ich fand es sehr unterhaltsam und gar nicht langweilig. Tja, die Geschmäcker sind halt verschieden.
Ich habe nur einen einzigen Kritikpunkt. Mich stört, dass sich die Schreibweise von Rosemarie in Rosemary geändert hat. Vermutlich wurde die Übersetzung des “Urromans” ins Deutsche knallhart durchgezogen, denn der Originaltitel schreibt sich mit Y, also Rosemary’s Baby. Ist zwar nicht schlimm, aber mir fällt so etwas halt ins Auge … Stimmt nicht mehr, zumindest auf dem Einband. Das Bild war irgendwie futsch und beim erneuten Hochladen des Bildes hat sich wie von Geisterhand die Schreibweise geändert …
Unabhängig davon kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich schon immer gefragt hat, was wohl aus Rosemaries Baby geworden ist.
Übrigens, meine Schwester und ich waren auch einmal Rosemarie’s Babies.
Rosemaries Baby

Rosemarie und Guy Woodhouse haben in einem der großen Appartementhäuser in der Seventh Avenue ihre erste Wohnung gefunden. Ein Baby ist unterwegs - Rosemaries Baby, ein Kind des Teufels …
Nette Nachbarn, freundliche, gespenstisch hilfsbereite Menschen: Handlanger des Bösen in einem rätselhaften, wüsten Alptraum
Rosemarys Sohn

Kurz vor der nahenden Jahrtausendwende kommt es zum Wiedersehen zwischen Rosemary und ihrem Sohn.
Das ist der Anfang eines atemberaubenden Kampfes zwischen Gut und Böse, eines Kampfes, der auf einem grandiosen Schlachtfeld ausgetragen wird und furchterregende und weitreichende Konsequenzen hat nicht nur für Rosemary und ihrem Sohn, sondern für die ganze Menschheit.