Reinkarnation
Um das mal zu erklären …
Unser Balkon geht vom Wohnzimmer ab und wenn es draußen dunkel ist und das Licht brennt, flutscht allerlei Insektenzeug herein, sobald man auf den Balkon geht.
Meist sind das so kleine Fliegen, aber auch mal größere Exemplare. Manchmal tummeln sich auch noch einige vom Tag übrig gebliebene größere Fliegen im Wohnzimmer.
Und am nächsten Tag kann ich dann die toten Fliegen einsammeln bzw. absaugen. So läuft das hier …
Gestern aber, musste ich mich schon sehr über meine Kleine wundern. Sie kam bestimmt fünf- bis sechsmal zu mir, um mir stolz diverse Fliegenkadaver zu präsentieren.
Mich schüttelt’s jetzt noch, wenn ich daran denke.
Also, entweder ich sollte mal wieder den Staubsaugerbeutel wechseln, oder aber, sie war in einem früheren Leben tatsächlich eine Katze.
Und dann sollte ich mich wohl glücklich schätzen, dass sie noch so klein ist und sie sich größentechnisch auf die Fliegen beschränkt.
Sonst würde sie vielleicht das ein oder andere Mäuschen, oder noch schlimmeres, anschleppen und mir stolz vor die Füße legen …
Echt lesenswert …
Ich muss Euch einmal diesen Blog vom kinderdoc an Herz legen.
Ich lese ihn fast täglich und er gefällt mir einfach und das, weil er so geschrieben ist, wie er halt geschrieben ist.
Total erfrischend, wie der kinderdoc berichtet.
Und Danke an Possums Welt … Deine Blogroll ist immer für eine Überraschung gut
Ach ja, und er hat nicht mit diesem Vorfall zu tun, um das mal vorneweg zu nehmen.
Eigentlich ziemlich schlau …
Meine Süße hat vorhin etwas gemalt.
Als ich mal wieder rüber geblickt habe, dachte ich einen kurzen Moment, dass ich doppelt sehe. Also noch einmal richtig hingesehen und nein, sie hat zwei Stifte in der Hand und hält diese wie einen, während sie malt.
Auf meine Frage warum, kam die total selbstverständliche Antwort:
Dann bin ich schneller fertig, Mama …
Also, irgendwie könnt ich sie dauerknutschen …
Lebensplanung
Ich finde nichts ist süßer, als wenn sich kleine Kinder wie die Großen unterhalten.
Gestern war wieder so ein Tag.
Okay, der Junge war schätzungsweise 4 Jahre älter als meine Kleine. Und er hat nicht wirklich viel zu melden gehabt, aber das stört irgendwie nicht.
Beide saßen auf nebeneinander einer Schaukel und schaukelten hin und her …
In welche Kita gehst Du?
Ich gehe schon in die Schule.
Ich gehe noch in die Kita. In die Kita XY.
Hm …
Ich heiße XY mit X ! (kann ganz neu ihren Namen schreiben)
Nach den Sommerferien komme ich in die dritte Etage und nächstes Jahr in die Schule.
Ach so…
Und wenn die Schule zu Ende ist, werde ich eine Mama. Eine richtige Mama mit einem Baby.
…
Und heirate meinen Papa.
???
Ich habe mich gekringelt, so süüüüüß war das.
Leider konntet Ihr nicht hören, wie sie ihre Worte betont hat.
Und auch nicht sehen, wie die beiden selbstvergessen hin- und herschaukelten, während meine Tochter ihre Pläne offenbarte.
Nur eine Sache habe ich die ganze Zeit vermisst. Sie hat mit keiner Silbe eine Arbeit erwähnt!
Ich glaube, da muss ich wohl noch ein wenig erzieherische Arbeit leisten …
Meuterei in Sicht
Also, es zeigen sich erste Anzeichen einer Meuterei in den Taubenhaucher’schen Gefilden.
Ich habe meine Kleine gebeten, mir eine Flasche Wasser zu bringen.
Auf dem Weg zu selbiger, musste ich jedoch hören, was meine Süße in ihren nicht vorhandenen Bart gebrummt hat.
„Mann, immer bin ich Deine Dienerin“
Sprach sie und schleppte die Selter herbei, während ich dachte:
„Stimmt, denn Du bist klein … nä nä ne nä nä …“
Nein Quatsch, ich dachte:
„Wie süüüüüüüß“
Frühkindliches Kunstverständnis
Gestern beim Frühstück so zwischen Tee und Toast beim netten Plausch, was wir denn nach der Kita machen könnten, blickte meine Kleine äußerst interessiert auf ein Bild, das schon immer über dem Sofa hängt.
Mama, das Bild ist falsch herum.
Nein, Mäuschen, das ist richtig herum.
Aber die Schrift ist schief!
Das muss so sein.
Hm …
Ich denke so bei mir, gleich die Gelegenheit nutzen und das Bild mal erklären. Getreu dem Motto „Wissen macht ah“
Schau mal, die Frau kniet und der Mann beugt sich über sie.
Hm …
Und es heißt Der Kuß.
Stille …
iiihhh
Nun gut, das war wohl nichts, da gehen unsere Geschmäcker wohl auseinander … und dass es von Klimt ist, eher uninteressant …
Schatz, ich lieb Dich. Gerade weil Du so bist, wie Du bist!
***
Aus gegebenem Anlass ein kleiner Nachtrag:
„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“
Um es mal nett auszudrücken …
Wie erklär ich’s meinem Kind?
Eigentlich dachte ich, dass wir noch eine Weile in Märchenbücher & Co. blättern könnten, aber es ist wohl doch an der Zeit, Bücher der Reihe „Was ist Was“ zu kaufen.
Bei einigen Fragen meiner 4 1/2 jährigen Tochter fehlen mir spontan die Worte, um sie kindgerecht mit angemessener Ausführlichkeit zu beantworten.
Hier mal drei Fragen, die sie mir unlängst gestellt hat.
„Als ich in Deinem Bauch war und Du gegessen hast, wie habe ich dann gegessen?“
„Mama, wie bewegt sich ein Mensch?“
„Was macht denn der Magensaft im Bauch, tut das weh, Mama?“
Ich weiß nicht, habe ich damals auch so etwas gefragt, als ich in ihrem Alter war? Ich glaube, da hatte ich ganz andere Dinge im Kopf, wie „Wo ist meine Puppe?“ oder „Ich will auf den Spielplatz …“
Nun ja … dann werd ich wohl mal einkaufen gehen …
Nachtrag vom 30.05.09
Verkehrszeichen sind auch der Renner. Aber nur, wenn wir mit dem Auto fahren. Dann fragt sie ständig nach, was die Symbole bedeuten!
Dann kann ich mir doch schon jetzt denken, wer mal mit 18 ein Auto haben möchte …
Eine besondere Rezeptur …
Seit so schönes Wetter ist, haben wir die Eistütensaison eingeleutet. So gibt es meist eine Kugel Eis für meine Kleine, wenn ich sie aus der Kita abhole.
Der absolute Renner bei den Kindern ist natürlich das Schlumpfeis. So auch bei meiner Süßen.
Und letztens musste durfte ich auch mal probieren. Und so kam es zu folgendem kleinen Dialog:
Hm, schmeckt ja wie Kaugummi.
Nein, da sind Schlümpfe drin!
Ich musste mich erst einmal ausschütten vor Lachen. Das kam so selbstverständlich und ohne mit der Wimper zu zucken aus ihrem Munde, unglaublich. Ich denke auch, dass sie es ernst gemeint hat.
Tags darauf gab es wieder eine Eiskugel. Und jetzt der Knaller!
Wir laufen so Eisleckenderweise nach Hause, meine Kleine bleibt kurz stehen, schmatzt ein wenig mit dem Mund und meint zu mir:
Ich glaube, ich spüre einen Schlumpf …
Oje, die Vorstellung, dass da so süße, niedliche Schlümpfe zu Eis verarbeitet wurden, reicht mir ja eigentlich schon. Dass sie aber nicht mal richtig zerkleinert werden … man tun die mir leid.
Aber was soll ich anderes erwarten bei dieser und dieser Begebenheit …
Gewohnheitstier
Das ist meine Tochter total. Sie kann Neuerungen meist nicht leiden.
Ganz besonders heikel ist es, wenn sich die Jahreszeit ändert und nicht mehr die Strumpfhose angezogen werden soll, sondern nur Socken.
Da ist es ratsam, schon mal am Vorabend ins Gespräch einfließen zu lassen, dass es am nächsten Tag schön warm wird und Socken genau das richtige sind …
So auch gestern und das kleine Fräulein fand das auch ganz gut.
Tja, aber was gestern noch gut war, muss heute nicht auch noch gut sein … Das weiß ich seit dem Zeitpunkt, als meine Kleine in der Kita wie immer ihre Hose auszog und massiv ihre Strumpfhose einforderte.
Da halfen auch keine Engelszungen und Lockungen, eine Strumpfhose musste her. Zum Glück war noch eine in ihrem Kitabeutel, so kippte die gute Laune ihrerseits nur ein kleines bisschen.
Jetzt bin ich mal gespannt, was sie alles an hat, wenn ich sie nachher abhole … fast hoffe ich, die volle Montur, damit sie selber merkt, dass sie zu warm angezogen ist.
Wenn ich mich so an meine Kindheit erinnere, war ich immer heilfroh, wenn ich endlich wieder Strümpfe anziehen durfte. Ich habe meine Strumpfhosen gehasst!!!
