So ein ähnliches Bienenmobile habe ich hier gesehen. Und das fand ich doch ziemlich nachahmenswert.
Gesagt, getan … Und dieses hier ist meine Kreation, etwas abgeändert, da ich u.a. die Waben nicht so schön fand.

Bevor ich mit den Materialien loslege, möchte ich betonen, dass es ganz einfach ist, das Mobile zu bauen. Obwohl ich die fertigen Einzelteile zugegebenermaßen selber etwas länger liegen gelassen habe, da ich doch Manschetten davor hatte. Ganz umsonst!!!
Material für den Bienenstock und eine Biene
Blumentopf Ø ca. 9 cm
Blumentopf Ø 3 cm
Nylonfaden
Holz- oder Kunststoffring bzw. Mobilescheibe (erkläre ich unten)
dünne, stabile, schwarze Kordel, Wolle o.ä.
2 Holzkugeln Ø 18 mm (durchgebohrt)
2 ganz kleine Holzkugeln (durchgebohrt)
schwarze, sonnengelbe und rote Acrylfarbe, bei matten Farben auch Glanzklarlack
Synthetikpinsel
schwarzer Biegeplüsch
Wattekugel Ø 30 mm
schwarzer kleiner Ponpon
weißes Strohseidenpapier
Mobilefolie (dicke Qualität)
etwas Tonkarton
feiner, schwarzer, wasserfester Stift
Schere
dickere Nadel
Bleistift
Klebestift
Bastelkleber
Heißklebepistole
Anleitung für den Bienenstock
Den größeren Blumentopf sonnengelb anmalen. Trocknen lassen. Dann den “Eingang” schwarz aufmalen und trocknen lassen.
Anleitung für eine hängende/fliegende Biene
Den kleinen Tontopf komplett in sonnengelb anmalen. Trocknen lassen. Dann drei schwarze Streifen aufmalen, wobei man da, wo der Kopf sitzen wird, am besten mit schwarz anfängt. Und auch etwas in den Topf schwarz reinmalt. Dadurch sieht der gelbe Kopf ausdrucksvoller aus, als wenn man mit gelb anfängt. Hatte ich auch und gleich wieder geändert, es wirkte so farblos. Trocknen lassen.
Die Holzkugeln anmalen, falls man keine farbigen hat. Die kleinen in schwarz, sie sind Teil der Fühler. Eine der 18 mm Holzkugeln sonnengelb anmalen. Die andere bleibt wie sie ist, da sie nicht sichtbar angebracht wird. Trocknen lassen.
Die Wattekugel sonnengelb anmalen und trocknen lassen.
In der Zwischenzeit die Flügel herstellen. Man macht sich aus dem Tonkarton eine Schablone. Dann die Kontur zweimal auf das Strohseidenpapier übertragen und ausschneiden. Mit Klebestift beide Flügel gegeneinander auf die Vorder- und Rückseite der Mobilefolie kleben. Etwas trocknen lassen.
Manchmal passen die Flügel nicht hundertprozentig aufeinander. Das macht nichts, das gleicht man beim Ausschneiden aus. Bitte keinen flüssigen Bastelkleber nehmen, der weicht das zarte Papier durch.
Einen Nylonfaden in der gewünschten Länge abschneiden. Den fädelt man durch den Blumentopf, dann macht man weiter oben einen Knoten. Ist etwas schwer zu erklären. Stellt Euch einfach ein Dreick vor, mit der Spitze nach oben. Die Spitze ist der Knoten und die Seite unten geht durch den Tontopf.
So viel Platz zwischen Tontopf und Knoten lassen, das noch gut ein Finger dazwischen passt, damit man die Flügel problemlos ankleben kann.
Dann hält man alles am Faden hoch und schiebt den Topf in die gewünschte Position. Waagerecht, oder die Biene soll einen Sturzflug machen, ganz nach Belieben.
Schön festhalten und außen auf den Boden den kleinen schwarzen Ponpon mittels Heißkleber ankleben. Das ist dann der Po der Biene.
Dann die Wattekugel (Kopf) mit Bastelkleber in den Topf kleben und mit der hohlen Hand reindrücken. Sie passt natürlich nicht rein, nur etwas festdrücken ist besser. Aber vorsichtig, es entstehen leicht Dellen.
Nun das Gesicht aufmalen. Zwei schwarze Punkte (nicht zu klein) als Augen, ein kleiner schwarzer Bogen als Nase und einen schwarzen Bogen mit zwei Häkchen als lächelnder Mund. Dann noch zwei rote Punkte (größer als die Augen) als Wangen aufmalen. Trocknen lassen. Vielleicht vorher auf einem Papier üben.
Jetzt mit einer etwas größeren Nadel zwei Löcher für die Fühler in die Wattekugel (Kopf) picken. Mit der Nadel das Loch etwas weiten, damit der Biegeplüsch auch passt.
Vom Biegeplüsch zwei kurze Stückchen (ca. 2 cm) abschneiden. Dann etwas Bastelkleber in die Löcher schmieren (Zahnstocher) und den Biegeplüsch einkleben. Kurz warten.
Dann noch die zwei kleinen schwarzen Kugeln mit Bastelkleber in den Löchern (Zahnstocher) auf den Biegeplüsch schieben, erneut kurz warten. Dann die Fühler etwas biegen, sonst stehen sie so kerzengerade ab.
Nun muss der Flügel noch auf den Tontopf geklebt werden. Dazu einen kleinen Klecks Heißkleber auf den “Rücken” gleich unter dem Absatz/Rand des Topfs setzen und umgehend den Flügel andrücken. Trocknen lassen.
Manchmal kommt es vor, dass sich das Strohseidenpapier etwas löst, evtl. durch die Wärme. Da nimmt man am besten mit einem Zahnstocher etwas Klebestiftmasse auf und klebt es wieder fest.
Anleitung für eine sitzende Biene
Wie vor, nur wird der Nylonfaden weggelassen.
Anleitung für das Montieren der Einzelteile
Vorerst möchte ich erklären, was es mit der Mobilescheibe auf sich hat. Ich weiß nicht genau, ob dieses Teil wirklich so heißt. Ich habe die Verpackung nicht mehr. Deshalb erkläre ich, wie sie aussieht.
Eine flache runde Holzscheibe. Weniger als 5 mm dick und einen Ø von ca. 5/6 cm (etwas kleiner als der Tontopfboden). Die genauen Maße kann ich schlecht angeben, da schon alles montiert ist.
In der Mitte ist ein kleines Loch gebohrt. Sechs weitere Löcher sind gleichmäßig an Rand verteilt.
Ob nun solch eine “Mobilescheibe” oder ein Ring (Ø wie Scheibe) für die Befestigung der Bienen genommen wird, bleibt Euch überlassen bzw. was das Bastelgeschäft hergibt.
Ich erkläre erst einmal die Vorgehensweise mit der Scheibe, da ich so eine verwendet habe.
An die Löcher am Rand werden die Nylonfäden der hängenden/
fliegenden Bienen geknotet und zwar in verschiedenen Längen.
Das Mittelloch wird für die Befestigung der Scheibe an den Blumentopf und der Aufhängung genutzt.
Dafür wird eine schwarze Kordel o.ä. in der gewünschten Länge abgeschnitten. Dann die unbehandelte Holzkugel Ø 18 mm wie bei einer Kette auf die Kordel auffädeln und die Enden zusammen fassen. Diese dann durch das Mittelloch der Mobilescheibe fädeln und durch das Loch des “Bienenstocks” führen. Nun die sonnengelbe Holzkugel auffädeln, wobei diesmal beide Enden durch das Loch gesteckt werden.
Jetzt den Bienenstock mit der Kordel hochheben, damit alles schön straff sitzt und man einen Knoten dicht über der Holzkugel machen. So, dass kein Spiel zwischen Scheibe, Topf und Kugel besteht.
Ich habe, da ich Wolle verwendet habe, noch eine weitere kleine Kugel (schwarz) nach der sonnengelben Kugel aufgefädelt. Ich hätte sonst, bedingt durch die Lochgröße, einen Megaknoten machen müssen, was mir nicht gefallen hätte.
Wenn Ihr einen Ring verwendet, dann würde ich wie folgt vorgehen, gebastelt habe ich es aber noch nie!
Die verschieden langen Nylonfäden der hängenden/fliegenden Bienen gleichmäßig am Ring befestigen.
Dann würde ich Nylonfäden an drei Punkten des Ringes anbringen, diese zusammen fassen und mit der Kordel verknoten und zwar genau in der Mitte der Kordel. Dann einen dicken Knoten machen.
Diese Fäden sollten natürlich recht kurz gehalten werden, damit der Ring nicht zu weit vom Topfboden entfernt hängt. Sieht man sonst von unten.
Nun die unbehandelte Holzkugel Ø 18 mm auffädeln, diesmal beide Kordelenden durch die Kugel schieben und weiter wie bei der Mobilescheibe vorgehen.
Jetzt ein Arbeitsschritt, den ich bei mir versäumt habe und der nachträglich durch die Zugkraft der Bienen nicht mehr möglich ist.
Es sieht besser aus, wenn die einzelnen Nylonfäden der hängenden/fliegenden Bienen innen im Bienenstock mit Heißkleber an den Topf fixiert werden. Dadurch hängen die Bienen nicht so geballt unter dem Bienenstock.
Bei mir sitzen die Bienen also ziemlich dicht aufeinander. Ist nicht schlimm, nur würde mir etwas mehr Abstand besser gefallen, egal.
Ich muss noch betonen dass ich es so machen würde. Ob die Nylonfäden später wirklich haften bleiben (Zugkraft), kann ich nicht wirklich versprechen. Auch dürfte der Heißkleber nicht die Nylonfäden schmelzen, der Gedanke kam mir gerade beim Schreiben dieser Zeilen, aber ich glaube nicht, dass es dazu kommen könnte …
Jetzt noch die sitzenden Bienen mit Heißkleber an die gewünschten Stellen kleben. Und, sobald das Mobile hängt und ausgerichtet ist, evtl. noch ein oder zwei Bienen aufkleben (ohne Nylonfaden). Finde ich optisch schöner und bei mir wird so der Deckenhaken gut kaschiert.
Ach ja, die Anzahl der Bienen, sei es hängende/fliegende oder sitzende Bienen, ist frei wählbar, ganz nach Lust und Wellenschlag.
So, noch Fragen offen? Habe ich etwas vergessen? War ich ungenau? Äh …?
Für Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung.