The Story …
Dann werde ich mal auf Anregung von Flattersatz ein neues Projekt ins Leben rufen. Klingt ganz interssant.
Wir erzählen gemeinsam eine Geschichte ohne Regiebuch, frei erfunden und erdacht, quasi aus dem Ärmel geschüttelt.
Jeder steuert einen Satz bei und kann so die Handlung mitbestimmen … erst ich, dann Du, dann …
Bin mal gespannt, was Ihr so zu zu sagen habt!
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The Story
Kapitel 1
Es war ein ausgesprochen schönes Fleckchen Erde, auf dem wir uns befanden.
Rechts, etwas abseits, dort, wo der Wiesenweg langsam in den Wald führte, stand ein alter Hochsitz.
Erinnerung aus der Kindheit kamen in mir hoch, aber dafür hatte ich jetzt keine Zeit.
[...] The Story [...]
Es war ein ausgesprochen schönes Fleckchen Erde, auf dem wir uns befanden. Rechts, etwas abseits, dort, wo der Wiesenweg langsam in den Wald führte, stand ein alter Hochsitz.
Erinnerung aus der Kindheit kamen in mir hoch, aber dafür hatte ich jetzt keine Zeit.
Denn hinter uns (wir standen an einer kleinen Buschreihe und hielten uns an den Händen) raschelte es urplötzlich laut in Unterholz.
Unwillkürlich verstärkte sich mein Griff - nun hieß es keinen Fehler zu machen - wie lange hatten wir auf diesen Augenblick gewartet.
Ich drehte mich um und sah, wie sich die Zweige langsam teilten, unwillkürlich hielt ich den Atem an.
Einige Blätter fielen zu Boden, ein Vogel flog kreischend auf, um sich ärgerlich und laut schimpfend in einer nahe stehenden alten Eiche niederzulassen.
Auf den ersten Blick wirkte unser Verfolger völlig cool, so als hätte er diesen Showdown perfekt geplant, inklusive seiner Dramatik.
Selbst als er über einen am Boden liegenden Ast stolperte und der Länge nach auf den matschigen Boden fiel, wich dieser lässige Ausdruck nicht aus seinen Gesichtszügen.
Er strich über seine Jeans, als könnte er unsere ganze verdammte Geschichte wie einen Dreckklumpen abschütteln.
Janine, die sich weiterhin an meine Hand klammerte, atmete hörbar ein, als sie erkannte, wer sich uns näherte.
Und auch mir blieb nicht verborgen, daß wir offensichtlich in Gefahr waren.
Jäh wurden meine Gedanken unterbrochen, als aus dem Gebüsch ein großer schwarzer Hund hervorbrach.
Offensichtlich gehörte dieser jetzt mit offenem Maul vor uns stehende Hund zu dem schlammbeschmutzten Kerl, der immer noch mit einem coolen Grinsen im Gesicht vor uns stand, an sich herunter schaute, lässig ein paar angedeutete Wischbewegungen über seine Hose machte, um kaum wirkungsvoll etwas von dem Dreck zu entfernen und dann sagte: “…..
“Das Haus ist jetzt leer.”
Ich überlegte krampfhaft, was er damit meinte und versuchte meine Stimme wiederzufinden, musste ich doch Zeit schinden.
Ich kannte diesen Mann von irgendwo her, nur fiel mir nicht ein, woher.
“Woher kennst Du den Kerl und von welchem Haus, zum Teufel, spricht er?” raunte ich Janine zu.
“Weißt du, das ist eine Geschichte, die ich dir nie erzähl habe, weil…. es war mir peinlich, denn damals… also… ” Janine druckste merklich verlegen herum und wand sich wie ….
… eine Schlange, nach einer Erklärung suchend.
“Also..” Nur zögernd fing sie an zu sprechen, “also, damals, als meine Oma gestorben ist, du weißt doch, du warst doch ein paar mal mit mir da, sie wohnte in diesem allein stehenden Haus am Ende von der Straße, und du hast immer lachen müssen, wenn du im Nachbargarten die Parade der Gartenzwerge gesehen hast, also, als Oma gestorben war, stand das Haus ja leer. Und meine Eltern…”
Mittlerweile war der vermeintlich Fremde näher getreten, den Hund am Halsband halted, unterbrach er Janine: “Genug geredet, Ihr kommt jetzt beide mit!”
Sprachs und schickte seinen schwarzen Hund mit einer kurzen Kopfbewegung weg, so daß er hinter uns zu stehen kam.
“Wenn ihr schön brav mit kommt, wird nichts passieren. Wenn ihr Zicken macht, dann…. na ja, ich bin sicher, ihr seid vernünftig.”
Unvermittelt drehte er sich um und ging los. Hinter uns war augenblicklich ein tiefes Knurren zu hören.
An ein Stehenbleiben war nicht zu denken, wir spürten fast den heißen stinkenden Atem des Hundes, also folgten wir dem Mann den Weg zurück zur Straße.
Mir spukten tausend Gedankenfetzen durch den Kopf: tote Oma? allein ? mit ihm? am Ende der Straße? Und was zur Hölle hatte das alles mit den Gartenzwergen zu tun? Nur ein wusste ich mit absoluter Sicherheit: Janine und ich mussten hier weg! Allein! Ohne Loverboy und Rantaplan. Dann würde sich das Chaos in meinem Kopf auch beruhigen.
Loverboy? Na egal, man hat mir schon viele Namen gegeben … Flüchten? Vergiss es … Rantaplan äh Jumba wird Euch nicht aus den Augen lassen … Ich darf nicht vergessen, Eric zu danken, die vielen Nächte im Labor haben sich gelohnt, das Serum wirkt ganz ausgezeichnet, mir bleibt nichts verborgen … ICH KANN TATSÄCHLICH GEDANKEN LESEN!!!
Aber ich war mir nicht mehr sicher, ob dies wirklich von Vorteil war. Denn was ich jetzt an Wünschen und Gedanken im Hirn dieses Hundes sah, daß überstieg meine Vorstellungskraft.
Mir kam mein eigener Hund plötzlich fremd vor, ein kleines Fünkchen Angst stieg in mir auf … Aber nun muss ich erst einmal Janine und diesen Kerl ins Haus zurückbringen.
Ich hatte immer gedacht, dass Hunde an nichts anderes denken an Hündinnen und Stöckchen… verdammt, ich musste mich konzentrieren… “DAS HAUS” erinnerte ich die beiden.
Bei den Worten “DAS HAUS” zuckte Janine merklich zusammen.
Ich konnte mir ein schiefes Grinsen nicht verkneifen. Anscheinend hatte SIE das Haus auch nicht vergessen.
Den restlichen Weg legten wir schweigend zurück.
Erst als ich die Haustür aufschloss, startete Janine einen letzten verzweifelten Appell:
Bitte, lass uns gehen, ich muss das jetzt regeln, aber dafür brauche ich etwas Zeit. Wenn ich erst wieder im Haus bin, ist es zu spät …
Einen Moment dachte ich fast ernsthaft darüber nach, immerhin schulde ich Janine was, aber diese 5 Sekunden der Schwäche vergingen.
Und das war auch gut so, versuchte Janines Begleiter doch gerade in diesem Moment zu flüchten. Verflixt, das Serum lässt nach, sonst wäre mir diese Absicht nicht verborgen geblieben. Ich stieß Janine ins Haus und gab Jumba ein Zeichen, sie zu bewachen. Dann nahm ich die Verfolgung auf.